In diesem Artikel möchte ich dir weitere Typen von Glasfaserkabeln vorstellen. Im vorigen Beitrag, habe ich ein Glasfaserkabel beschrieben, welches standardmäßig in der Telekommunikation am Festland verbaut wird. Und hier haben wir auch einen Faktor der ausschlaggebend ist – das „Einsatzgebiet“.
Um überall mit einem Glasfaserkabel hinzukommen, müssen sie spezifische Anforderungen erfüllen. Aus diesen ergibt sich dann auch der notwendige Aufbau des Kabels.
Wir unterscheiden auch hier zwischen 3 der 4 Naturelemente – Erde, Luft & Wasser.
Hier haben wir definitiv die meisten Typen an Glasfaserkabeln. Wir haben zum einem die klassisch erdverlegten Kabel, welche die in ein Mikro- oder Minirohr eingeblasen werden oder die, die in Rechenzentren, Mobilfunkstationen, Verteilerkästen oder beim Kunden verwendet werden.
Es gibt natürlich auch genug Sonderformen. Zum Beispiel ist es im städtischen Bereich möglich, über den Abwasserkanal die Glasfaser zu verlegen. Eine weitere Sonderform wäre jenes, welche neben der U-Bahngleise verlegt wird. Hier müssen spezielle Anforderungen in Bezug auf die Brandfestigkeit und Rauchentwicklung erfüllt werden.
Dort wo man nicht in die Erde verlegen kann oder es nicht wirtschaftlich ist, werden die Glasfaserkabeln oberirdisch – sprich auf Masten – geführt. Hier geht’s von den Telekommasten, über die Niederspannungsmasten der Energiebetreiber bis hin zu den Hochspannungsmasten. Auch hier gibt es sehr spannende Entwicklungen auf die ich in einem separaten Artikel eingehen möchte.
Damit das weltweite Internet überhaupt funktionieren kann, sind die Unterwasserkabel unabdingbar. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass diese Kabel das Rückgrat des „World Wide Web“ darstellen. Daher möchte ich auf diese Kategorie heute etwas genauer eingehen.
Mich fasziniert jedes mal folgendes Bild:

Ihr seht hier (fast) alle Unterwasserkabeln die weltweit verlegt sind. Im Detail könnt ihr euch diese auf folgender Website anschauen: https://www.submarinecablemap.com
Dieses Rückgrat überträgt durchschnittlich mehrere dutzend Tbit/s, wobei die leistungsstärksten Systeme bis zu 570 Tbit/s schaffen. Das sind umgerechnet 570.000.000 Mbit/s – kurz gesagt: echt viel!
Da diese Kabel in einem nicht ungefährlichen Terrain liegen, gibt es auch hier Unterschiede im Aufbau, auf die ich jetzt eingehen möchte.
Bei den „Submarine-Cables“ unterscheidet sich der Aufbau je nach der zu verlegenden Tiefe. Das heißt, dass auf einer Strecke, das Kabel einen unterschiedlichen Gesamtquerschnitt hat.
Wird es in Küstennähe, in flacheren Gewässern oder in stark frequentierten Bereichen verlegt, so wird der Schutz entsprechend angepasst. So ein Kabel sieht dann in etwa wie folgt aus:


Als grobe Einschätzung wann welches Kabel eingesetzt wird, kann folgende Tabelle herangezogen werden:

Die „Submarine-Cables“ sind die versteckten Helden unserer modernen Telekommunikationsinfrastruktur. Und es liegt in der Natur der Sache, dass wenn einer dieser Helden fällt, ich meine beschädigt wird, die Reparatur entsprechend umständlicher ist.
Ich möchte euch im nächsten Artikel auf eine solche Reparatur mitnehmen. Es wird sehr spannend – versprochen.